Was ist dein großer Traum?

 
Here’s to the ones who dream
Foolish as they may seem …
— Emma Stone, LaLaLand
 

"Folge deinem Traum!" das klingt so einfach … und fühlt sich manchmal so schwer an! Wenn es nur um das Folgen ginge, dann hätte man ja immerhin ein klares Ziel. Aber das Problem ist ja meist ein ganz anderes: Wir kennen unsere Träume gar nicht so genau!

Wir haben das Träumen oft einfach verlernt und sind völlig aus der Übung, weil wir so viel Zeit mit dem Vernünftig-Sein, Angst-Haben, Sich-Nicht-Trauen beschäftigt sind. Besonders ausgeprägt ist dieses Formtief bei mir, wenn es sich um Themen handelt, die eine wirkliche, echte Veränderung bedeuten würden. Träumen bedeutet immer auch mutig zu sein und die Gedanken zuzulassen, die wir sonst ganz schnell wieder in die hinteren Regionen unseres Bewusstseins schieben.

Aber: Was wichtig ist kommt wieder. Wirklich wichtige Träume und Wünsche verschwinden nie ganz, selbst wenn man sie immer wieder zur Seite schiebt.
 

Also ist es vielleicht einfach mal Zeit, sie stattdessen einzufangen und genauer unter die Lupe zu nehmen! Dazu stelle ich heute ein paar meiner Lieblings-Methoden vor, die auf kreative und visuelle Art dabei helfen, die eigenen Lebens-Träume aufs Papier zu bringen, um sie dann in Ruhe genauer betrachten zu können:

1. Die Frage beantworten: Was hilft mir beim Tagträumen?

Meine Antworten auf diese Frage lauten ungefähr so:

* mir bewusst Zeit für das Entdecken meiner Träume und Wünsche geben
* regelmäßig raus in die Natur gehen
* meine Intuition nutzen und viel mit visuellen Mitteln und Bildern arbeiten
* meine Ideen und Gedanken zu Papier bringen

2. Eine Liste der eigenen Vorbilder aufstellen…

… und danach schriftlich folgende Fragen beantworten: Was genau bewundere ich an ihm oder ihr und auf welchen Teil seines oder ihres Lebens bin ich eigentlich besonders neidisch?
 

Neid ist kein besonders schönes Gefühl, aber es ist sehr nützlich als Traum-Indikator und daher sollten wir es zwischendurch zur Abwechslung mal mit offenen Armen empfangen und genauer unter die Lupe nehmen.

3. Ein kreatives Vision-Board gestalten!

Ich nutze ein Vision-Board sehr gerne in ganz unterschiedlichen Zusammenhängen: für meine visuelle Jahres- und Business-Planung oder eben, um meinen Lebensträumen auf die Spur zu kommen.
 

Zutaten:

* ein Stapel alter Zeitschriften
* Schere
* Klebstoff
* eine große Pappe (ungefähr DIN A3, ein anderes Format geht natürlich auch!)
* 1-2 Stunden ungestörte Zeit
* Lieblingsmusik im Hintergrund

Als Auftakt stelle ich mir eine konkrete Frage: Was wünsche ich mir eigentlich für mein Leben in den nächsten fünf Jahren? (oder: mein Business? / das kommende Jahr?)

Mit dieser Frage im Kopf blättere ich dann in Ruhe durch den Stapel an unterschiedlichen Zeitschriften und schneide alles aus, was mich intuitiv anspricht: Bilder, Überschriften oder einfach einzelne Textfragmente. Es geht dabei nicht darum, bewusst bestimmte Bilder oder Worte zu finden, sondern eher darum, die Bilder und Worte oder Sätze auszuschneiden, die spontan "ins Auge springen" und die mich irgendwie ansprechen. Das mache ich manchmal nur eine halbe Stunde lang und manchmal auch ein bis zwei Stunden. Man kann sich sehr schön darin verlieren an einem gemütlichen Sonntagnachmittag!

Als nächsten Schritt nehme ich all diese Papierschnipsel und breite sie vor mir aus, lege sie zusammen in Gruppen und forme so daraus langsam ein Bild, das in sich stimmig ist und vielleicht eine kleinen Geschichte erzählt. Dieses Bild klebe ich dann als Collage auf die Pappe, die ich dazu vorbereitet habe. Das Format der Pappe gibt also auch vor, welches Format die Collage später hat und manchmal verändert sich dadurch die Anordnung der Bilder nochmal. Ein sehr interessanter, intuitiver und kreativer Prozess bringt am Ende dann ein Bild hervor, das mich häufig erstaunt und das viel erzählt über meine Träume, Wünsche und Pläne. Dieses Bild bzw. diese Collage bekommt dann einen schönen Platz in meinem Büro der meiner Wohnung un dich schaue sie mir regelmäßig an, weil ich so mit einem Blick wieder in bisschen Klarheit darüber bekommen, wohin ich auf dem Weg bin und wie meine großen und mutigen Träume gerade so aussehen!

 

… ein Ausschnitt meines Vision-Boards zur visuellen Business-Planung!

Wenn du jetzt Lust bekommen hast mal dein eigenes Vision-Board zu erstellen und das gerne in netter Gesellschaft tun möchtest (der Austausch dazu ist auch immer ein toller Moment), dann komm einfach zu einem meiner nächsten Workshops, die Termine findest du hier! Wir nutzen das Vision-Board als visuelles Mittel zur kreativen Lebens- und Business-Planung der nächsten Monate, weil sich aus den großen Träumen und Wünschen auch immer die nächsten kleinen Schritte ableiten lassen und Prioritäten damit viel leichter sichtbar und damit planbar werden!

Viel Spaß bei der Traum-Suche und ich freue mich über Kommentare und eure Ideen dazu!

 

P.S.:  Let's be foolish once in a while, ok?